Auszüge aus der

 

   ....Einleitung

 

1984 traf ich in einem Pub in Cairns, Australien, einen Kroaten, der zwölf Jahre im Dienste der französischen Fremdenlegion gestanden hatte. Er war nach Australien ausgewandert, fand es allerdings nicht einfach, Fuß zu fassen und ließ keine Möglichkeit aus seinen Unmut darüber zu bekunden. Auf meine Frage, wie er sich denn die Zukunft vorstelle, antwortete er ohne Zögern, daß er wohl irgendwann der kroatischen Armee beitreten werde. Tito sei tot und es wäre nur noch eine Frage der Zeit bis Jugoslawien - gegen den Willen der Serben - in seine ethnisch-religiösen Einzelteile zerfallen würde. Nun war ich nicht gerade ein Jugoslawienkenner und daher recht überrascht, als er mir die völkisch-kulturelle Zusammensetzung des Landes erklärte. Mein Einwand, daß auch Preußen und Bayern, Flamen und Wallonen und die Schweizer harmonisch miteinander können und auch in Australien alle erdenklichen Nationen vertreten wären, wischte er mit einer Handbewegung vom Tisch: "Die Situation in Jugoslawien ist anders als in Deutschland, Belgien oder Australien. Du verstehst das nicht. Serben und Kroaten, Albaner und Mazedonier, Katholiken, Orthodoxe und Moslems passen einfach nicht zusammen...! Jugoslawien ist wie Nord-Irland, nur zehnmal schlimmer".

Als dann der Krieg, oder besser gesagt, die Kriege im Balkanstaat ausbrachen, war ich eigentlich nicht mehr sonderlich überrascht. Ich ertappte mich sogar dabei, in Gesprächen mit Bekannten recht besserwisserisch zu behaupten, der Krieg zwischen Serben, Kroaten und Slowenen sei doch "zu erwarten" gewesen, und dann, in die Zukunft blickend, sagte ich noch nebenbei den Zerfall von Bosien-Herzegowina und auch die ethnische Säuberung im Kosovo voraus. Ich hatte sozusagen "dazugelernt".
Ja, eigentlich war es ganz einfach: Überall dort, wo ethnisch oder kulturell divergierende Menschengruppen auf umstrittenem Territorium zusammenlebten, stimmte was nicht mit der Harmonie, bahnten sich Konflikte, Vertreibungen oder Bürgerkriege an. Ich begann Zeitungsausschnitte, Nachrichten und Reportagen über die diversen Krisengebiete der Welt zu sammeln und zu analysieren. Es war immer dasselbe: Mindestens zwei Horden, sprich Volks- oder Religionsgruppen, auf einem Territorium, Minderheiten, Mehrheiten, also multikulturelle Gesellschaften mit spezifischer, situationsbedingter Problematik. Je vermischter die Menschengruppen lebten, desto explosiver war die Situation.
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"Alles kein Grund, sich gegenseitig umzubringen." behaupteten diese politisch-korrekten Gesprächspartner und schüttelten ihre Köpfe.
"Kein Grund!??" Sie hatten recht. Es gab keinen Grund, sich gegenseitig umzubringen. Es war lächerlich. Jedenfalls aus der Sicht der Philosophen, der Träumer und ewiggutmenschlichen Sozialarbeiter, die sich zusammen mit gedeckten Tischen und guten Büchern auf  Wolke Nr.7 befinden.
Auf der anderen Seite: Völker bestehen nicht aus Philosophen, sondern aus Arbeitern und kleinen Angestellten, Familien, Parteien und Religionen, allesamt besorgt, ängstlich und - falls die Umstände erfordern - auch aggressiv. Wenn es jemals einen "Grund" für Krieg geben könnte, dann doch wohl den, sich als Volk auf einem Territorium behaupten zu wollen.

Umso erstaunter stellte ich fest, daß die Anstrengungen sozialliberaler und grüner Gruppen mittels biologisch-inkorrekter Einwanderungspolitik immer genau auf die Schaffung dieser unheilversprechenden Umstände hinzielen, so als wollten sie ganz bewußt die Zukunft mit Rassismus, ethnischen Säuberungen und Massakern "anreichern".

Recht frustriert bemerkte ich, daß hier im multikulturellen Bereich nicht nur gravierende Fehler in der Planung gemacht werden, sondern, daß es sogar unmöglich ist, auf diese Fehler aufmerksam zu machen. Denn wer nicht bedingungslos für die Multikulturalisierung schwärmt, gilt unwiderruflich als fremdenfeindlich oder gar rassistisch. In Diskussionen oder "offenen Dialogen" werden diese Überfremdungsgegner so lange mit der Rassismuskeule verbal verdroschen, bis sie sich wie ertappte Kinderschänder fühlen. Es ist als hätte man sich in die Idee, Rassismus zu besiegen, so dermaßen verbissen, daß man ihm langsam, aber sicher - und völlig unbemerkt - alle Türen und Tore öffnet...
                                                            
[......]  Wie die mittlelalterliche Kirche wehrt sich heute die grün-rote-sozialliberale Elite gegen ernüchternde Erkenntnisse, die ihren humanistischen Ideologien widersprechen. Nur langsam, doch immer schneller und wissenschaftlich fundierter sickert Information über menschliches Verhalten aus Gen- und Verhaltensforschung an die Öffentlichkeit. Die hochinteressante und neue Humanethologie (Eibl-Eibesfeldt) und verstaubter Darwinismus erleben zwar einen Boom - aber vor Anwendung menschlicher Verhaltensforschung und darwinistischer Gedanken auf die multikulturelle Gesellschaft schreckt man noch zurück. Warum? Nun, es paßt der linksliberalen, philosophischen Elite nicht, und zum Unglück für die Menschheit bedeutet das, daß sie noch ein paar Jahre im Dunkeln und somit weiter in die multikulturelle Falle tappen muß.

[.....] Dabei bräuchte man nur mit offenen Augen durchs Leben zu gehen, um zu bemerken, daß sich der Mensch immer noch so benimmt, wie damals in der Steinzeit. Sein Verhalten ist genauso vorprogrammiert, wie das aller anderer Lebewesen. Wir leben in unseren Köpfen sprichwörtlich noch in Horden, Stämmen oder ähnlich tribalen Vereinigungen. D.h. wir benehmen uns so, als lebten wir noch in Horden, obwohl wir es doch eigentlich in unseren modernen Groß-Gesellschaften nicht mehr tun. Wir gehören zu Familien, schätzen den Freundeskreis, leben in Wohngemeinschaften, treten Vereinen, Parteien und Gewerkschaften bei, identifizieren uns mit Ideologien, Modetrends, Religionen und Generationen. Taxifahrer halten zusammen, geradeso wie Ärzte, Gefängnisinsassen, Fußballfans, Demonstranten, Mafiosi und Polizisten. Moderne Horden sind verschwommen; sie überlappen sich. Mancheiner gerät darüber in Gewissenkonflikt oder gar in Schwierigkeit - nämlich dann, wenn er zwei "Horden" angehört, die sich irgendwie widersprechen. Das könnten z.B. Schwule in der Armee, Polizisten bei den Bündnisgrünen, katholische Indonesier oder in Deutschland geborene Türken sein. Beispiele gibt es unendlich viele, die Reaktionen der Menschen sind jedoch immer gleich: Sie empfinden die, die nicht reinpassen in ihre "Horde" als störend und wünschen - um es ganz einfach auszudrücken - von ihnen in Ruhe, Frieden und Eintracht gelassen zu werden. Besonders exzessiv wird dieses Verhalten dann, wenn es sich nicht nur um einzelne Störer, sondern um eine ganze Störgruppe innerhalb einer Wir-Gruppe handelt.

Unsere Horden sind größer geworden. Völker, Nationen, Rassen, Religionen, Polit- und Wirtschaftsblöcke bestimmen heute das Weltbild. Aus steinzeitlichen Horden mit zehn bis zwanzig Menschen sind millionen-, ja milliardenzählende Verbände geworden und auch die Störgruppen sind angewachsen, die Minderheiten, die Anderen - und damit leider auch die Ausmaße der Katastrophen.
Störungen, d.h. unvorteilhafte Zustände müssen beseitigt werden, ganz gleich ob es sich dabei um einen Säbelzahntiger im nahrungsmittelliefernden Tal oder eine andere Menschengruppe handelt, ganz gleich ob diese Gruppe von Innen heraus wuchs und aus engverwandten Mitgliedern besteht, die Identität und Kohäsion der Gesamtheit gefährden oder gar aus andersrassigen Fremden, die die Hälfte alles Eßbaren im Tale zu verschlingen drohen.

Geht es ums Überleben der eigenen "Horde", neigt der Mensch zum Kahlschlag im Falle einer Bedrohung durch "Andere". Er legt dann den Störern nahe, sich anzupassen, oder, falls sie das nicht möchten oder können, das Revier zu verlassen. Dieses in seiner Primitivität kaum zu überbietende Verhalten gilt für alle Gruppen, von spielenden Kindern im Amazonas-Regenwald, von linken WGs, Bayern München, politischen Parteien, Volks- und Religionsgruppen bis hin zu Supergruppen wie NATO oder EU. Sie alle werden von archaischen, tribal-territorialen Dispositionen streng kontrolliert.
Tribal-territoriale Instinkte und Triebe bestimmen Denken und Handeln vor allem von multikulturellebenden, ethnisch-kulturellen Gruppen, denn sie stehen in direktem Kontakt miteinander, leben in einem gemeinsamen "Tal". Sie sind Konkurrenten im Kampf um Vorherrschaft und Überleben. Daß dieses enge Miteinander ein Rezept für Vertreibungen, Grausamkeiten und Massenmorde ist, beweisen nicht nur die Geschichtsbücher, sondern wird auch von den Nachrichtensprechern Tag für Tag auf’s Neue belegt.[.......]


[.....] Nein, diesbezüglich sind wir wirklich alle gleich, denn die Entwicklung tribal- territorialer Verhaltensmechanismen geht zurück auf unsere gemeinsame Kletter- und Baumelzeit in den Regenwäldern Afrikas und noch weiter...
Deutsche sind schnell als potentielle Rassisten stigmatisiert, vor allem die, die samstags ihre Wagen waschen, Heino mögen und nicht zu offenen Dialogen mit Muslimen erscheinen. Den Einfluß von verdrängten, verharmlosten und beschönigten multikulturellen Schwierigkeiten und den Willen des Volkes zur Toleranz verwechselt man mit dauerhafter Ausländerfreundlichkeit. Armselige, hoffnungslose Versuche zur Rettung der "Bereicherung" und zur Wahrung dauerhaften Friedens, sogenannte Toleranzappelle, schieben eine unvermeidliche Überfremdungsphobie aufgrund konstant heranrauschender Einwanderungswellen auf.
Die veröffentlichte Meinung unterscheidet sich von der öffentlichen. Zensierte Nachrichten, frisierte Kriminal- und Einwanderungsstatistiken, unlogische Vergleiche und Verbieten von bestimmten "fremdenfeindlichen" Wörtern sollen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus verhindern. Die doppelte Staatsbürgerschaft soll Integration und Assimilierung vermitteln - als wenn Ausweispapiere jemals eine Atrozität, eine Vertreibung, einen Völkermord oder ein Holocaust verhindert hätten ... ? Bedenkt man, daß auch Jugoslawen nur eine Nationalität hatten und die deutschen Juden nur einen deutschen Ausweis besaßen und oft deutscher waren als die Deutschen, dann drängen sich ungeheuer starke Zweifel auf. Die Doppel-Paß-Diskussion geht am Thema total vorbei und verliert sich zeitraubend und teuer im schildbürgerlichen Detail. [....]

Im sozio-kriminologischen und medizinischen Bereich findet die Ursachenbekämpfung schon seit langem und unumstritten ihre Daseinsberechtigung. Bei der Rassismusbekämpfung tut sich der Mensch jedoch schwer. Obgleich das Vorhandensein unserer erb-genetischen Mitbringsel aus der Vorzeit ins multikulturelle Kalkül mit einbezogen werden müßte, kümmert sich niemand darum. Im Gegenteil: Multikulturalisten bestreiten die erbbedingte Fremdenablehnung. Es sei noch kein dafür verantwortliches Gen gefunden, frohlocken sie in offenen Diskursen. Damit wollen sie beweisen, daß fremdenablehnende Menschen einfach boshafte, häßliche Schurken sind. Nun, man badet ja auch nicht in einem krokodilveseuchten Gewässer, obwohl das für den Beißreflex derselben verantwortliche Genlein noch ungefunden ist. Sie sind halt einfach so, die Krokodile, sagt uns der gesunde Menschenverstand und selbst Liebhaber von Reptilien akzeptieren diese Tatsache und behandeln Kroks mit dem Respekt, den sie verdienen - und zwar um des Überlebens Willen. Denn es ziemt sich, die Natur in ihrer Vielfalt so zu nehmen, wie sie ist und nicht so wie sie sein soll. [......]

                                      
[......] Sagt man nicht auch von den Deutschen im Ausland, sie seien deutscher als die Deutschen? Zweitausendfünfhundert Moscheen schossen aus deutschem Boden seit 1970, dürfen wir heute schon Vergleiche zu Nord-Irland ziehen oder verdrängen wir diese besser…? 

[.....] Gleichwohl verdeutlicht sich der Unterschied zwischen alteingesessenen Bevölkerungen in klassischen Auswanderungsländern und der Neubevölkerung auf klassischen, neutralen Einwanderungsterritorien, deren primitive Ureinwohner - apropos - irgendwann en gros abgeschlachtet wurden, um Neu-Einwanderern Platz und tribale Harmonie zu verschaffen.

Unnatürliche, aggressionsfördernde Gesellschaften und gleichzeitig globaler Friede...? Beides läßt sich nicht erreichen. Wer sich für den Frieden entscheidet - und das sind wir doch wirklich alle - der muß sich also auch für eine menschengerechte Umwelt einsetzen.

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Diskussionen und "offenene Dialoge" über Fremdenfeindlichkeit und Multikulturalismus ohne eine gemeinsame Basis scheitern immer wieder wegen emotioneller Verwicklungen und einseitiger Betrachtungen. Eine Polarisierung in Ausländerfreunde und Ausländergegner findet statt. Wir reden von Einwanderung, ohne zwischen Tropfen- und Masseneinwanderung zu unterscheiden. Wir reden von Einwanderungsländern, ohne zwischen gesättigten, mit großer einheimischer Bevölkerung und solchen auf neutralem Boden zu unterscheiden. Wir reden von Ausländern und unterscheiden nicht zwischen Skandinaviern und Afrikanern, Christen und Moslemen. Wir sind hoffnungslos verwirrt. Politische Korrektheit trägt immens zu dieser Verwirrung bei. Wir debattieren und streiten wie gehabt und entfernen uns dabei immer weiter von der harschen Wirklichkeit multikulturellen Zusammenlebens und unserem verbliebenen gesunden Menschenverstand.
Jetzt noch, in der Zeit des Überflusses, könnten wir eine gemeinsame Basis schaffen, um dann - als wirklich intelligente Primaten - sachlich über Multikult und Einwanderung zu reden. Eine gemeinsame Bewußtseinsbasis kann nur Aufklärung über das menschliche Tribal- und Territorialverhalten schaffen. Die Erkenntnis, daß alle Menschen hinsichtlich der Fremdenablehnung uraltes und sehr gefährliches Erbgut gemeinsam tragen, verbindet uns.
An multikultureller Bereicherung nagen Frust und Zweifel selbst schon im Lager der Linken. Wir sind unsicher und toleranzmüde geworden. Es ist also an der Zeit den multikulturellen Gesellschaftler, den Menschen generell, über seine Prädispositionen und archaischen Veranlagungen aufzuklären, Politisierung und Polemisierung der Fremdenablehnung abzuwehren und Ausländer und Einheimische auf eine friedliche Zukunft vorzubereiten... Diese Chance dürfen wir nicht versäumen!


Die folgenden 484 Thesen (174 Seiten) sind zur Aufklärung über die Schattenseiten der multikulturellen Gesellschaft gedacht.

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